Drohendes US-Verbot: Wer kauft TikTok?

Ja, wir müssen noch einmal über TikTok sprechen. Denn dass der Zwangsverkauf oder Verbot von der US-Regierung abgesegnet wurde, ist eine weitere Eskalationsstufe im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Wähend die USA etwa mit einem milliardenschweren Förderprogramm die Halbleiterproduktion ankurbeln, verbietet die chinesische Regierung US-Komponenten im öffentlichen Dienst.

Zurück zu TikTok: Der chinesische Eigentümer ByteDance soll nun das US-Geschäft in eine US-Firma auslagern, sonst wird die App aus den Stores entfernt. Jetzt wird spekuliert, wie es weitergehen könnte: Insidern zufolge könnte ByteDance sich einen Käufer außerhalb der Tech-Branche suchen und den Algorithmus dabei nicht hergeben, anderen Gerüchten zufolge würde ByteDance die App eher abdrehen lassen als zu verkaufen. Das Unternehmen dementiert diese Gerüchte und will sich vor Gericht wehren. Unwahrscheinlich ist, dass ein US-Tech-Konzern TikTok übernimmt, außerdem würden Meta und Alphabet von einem App-Verbot profitieren. Wie berichtet interessieren sich aber einige namhafte Unternehmer aus der Branche für eine Übernahme.

Wirtschaft

Der Betonhersteller Bton errichtet in Niedersachsen die erste Produktionsstätte für klimapositiven Beton in Deutschland. (Tagesschau)

Die ungarische Regierung will die österreichische Supermarktkette Spar wegen Verleumdung klagen. Der Konzern hatte sich zuvor bei der EU-Kommission wegen einer Sondersteuer für ausländischen Händler beschwert. (Die Presse)

Die Deutsche Bank meldet mit einem Gewinnzuwachs von zehn Prozent das beste Quartalsergebnis seit 2013. (FAZ)

Thyssenkrupp holt für die schwächelnde Stahlsparte einen neuen Großaktionär, der tschechische Milliardär Daniel Křetínský steigt mit 20 Prozent ein. (Manager Magazin)

Austrian Airlines einigt sich mit der Gewerkschaft auf die Kollektivvertragserhöhung, die Gehälter werden schrittweise um durchschnittlich 19,4 Prozent angehoben. (Trend)

Tech

Elon Musks KI-Startup xAI holt sich Berichten zufolge ein Investment in Höhe von sechs Milliarden US-Dollar. (TechCrunch)

Der türkische Lieferdienstbetreiber Getir setzt sein Sparprogramm fort und zieht sich Berichten zufolge aus Deutschland zurück. Getir hatte 2022 das Berliner Liefer-Startup Gorillas übernommen. (Business Insider)

MicrosoftAlphabet und Snap legten dank des KI-Hypes positive Quartalszahlen vor und erfreuen damit Anleger:innen. (Fast Company)

Alphabet kündigt außerdem seine erste Dividendenzahlung an. (CNBC)

Explainer

Mit den Signa-Pleiten und dem E-Commerce-Boom stellt sich die Frage: Brauchen wir überhaupt noch Kaufhäuser? 

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